Warum erholen sich zwei Menschen mit derselben Verletzung so unterschiedlich?
Zwei Menschen mit einer sehr ähnlichen Verletzung im gleichen Zeitraum können völlig unterschiedliche Fortschritte machen. Aber warum ist das so?
Natürlich spielen viele Faktoren eine Rolle, z. B. dein körperliches Ausgangsniveau, deine Kraft, Schlaf, Stress, Ernährung, Lebensstil und wie konsequent du deinen Reha-Plan umsetzt.
Aber nach über 25 Jahren in der Physiotherapie und Sportrehabilitation beobachte ich noch ein anderes Muster:
Deine Einstellung und deine Fähigkeit, dich an neue Situationen anzupassen, können einen entscheidenden Unterschied machen.
Deshalb stellt sich die Frage: Wie viel von Rehabilitation ist eigentlich körperlich und wie viel davon mental?
Deine körperliche Ausgangslage zählt, deine Einstellung aber auch
Wer seit Jahren regelmässig Sport treibt, startet eine Rehabilitation häufig mit einer anderen körperlichen Basis als jemand, der längere Zeit wenig aktiv war.
Kraft, Beweglichkeit, allgemeine Fitness und Trainingserfahrung beeinflussen, was dein Körper bereits tolerieren kann.
Dazu kommen die Grundlagen, die jeder kennt, aber nicht immer konsequent umsetzt: ausreichend Schlaf, gute Ernährung, Stressmanagement und regelmässige Bewegung.
Denn zu wissen, was gut für dich wäre, ist etwas anderes, als es tatsächlich umzusetzen.
Eine Rehabilitation verläuft selten perfekt nach Plan. Es gibt gute Wochen und manchmal Rückschritte. Genau hier wird deine Einstellung wichtig.
Kannst du deinen Plan anpassen, ohne sofort zu denken, dass etwas schiefgelaufen ist? Bleibst du konsequent, wenn der Fortschritt langsamer kommt als erwartet? Kannst du vorübergehend weniger machen, wenn dein Körper es braucht, und danach wieder strukturiert steigern?
Wenn ich es in Zahlen ausdrücken müsste, würde ich sagen: Rehabilitation ist ungefähr 60 % körperlich und 40 % mental.
Die Übung ist das Werkzeug, aber Verständnis steuert den Prozess
Der körperliche Teil einer Rehabilitation ist häufig relativ klar.
Wir testen, wo du stehst, identifizieren deine Einschränkungen und bauen deine Belastbarkeit basierend deinen Zielen wieder auf.
Während verschiedenen Übungen erklären wir dir, wie du es im Alltag integrieren kannst und wie du die Belastungssteigerung anpassen kannst.
Gerade als ambitionierter Sportler kann es frustrierend sein, in gewissen Situationen eine Pause zu machen oder die Belastung zu reduzieren.
Oft fühlt sich das wie ein Rückschritt an, obwohl es genau das Gegenteil sein kann:
Statt komplett aufzuhören, reduzieren wir die Belastung gezielt, damit du aktiv bleibst und weiter Fortschritte machen kannst.
Gute Physiotherapie sollte dich unabhängiger machen
Nicht jeder Patient braucht lange Gespräche über Mindset.
In vielen Fällen brauchst du einen klaren Plan und Übungen mit richtiger Belastung.
Das Ziel ist nicht, dass du von uns oder anderen Physiotherapeuten abhängig wirst, sondern dir das Wissen zu geben, damit du deinen Körper selbstständig steuern kannst.
Ist Rehabilitation also immer exakt 60 % körperlich und 40 % mental?
Nicht immer, da jeder Mensch und jede Rehabilitation anders ist.
Das körperliche Problem ist real und dein Körper braucht die richtigen Reize, um wieder belastbarer zu werden.
Aber wie du mit diesem Prozess umgehst, wird häufig unterschätzt.
Die 60/40-Regel beschreibt:
Wir können deinen Körper mit Bewegung und Training aufbauen. Aber deine Einstellung entscheidet zu einem grossen Teil darüber, wie konsequent du diesen Prozess umsetzt.
Wenn du bereit bist, dich wieder schmerzfrei zu bewegen und deine Rehabilitation aktiv in die Hand zu nehmen, damit du dir mit, aber auch ohne Physiotherapeuten jederzeit selbst helfen kannst.
Buche jetzt deinen Termin bei uns.
Sportliche Grüsse,
Frans