Deine Schmerzen sind wieder da – solltest du einfach die alten Übungen machen?
Wenn Schmerzen an einer bekannten Stelle zurückkehren oder du dich dort erneut verletzt, denkst du vielleicht: „Ich kenne die Übungen noch. Ich fange einfach wieder damit an.“
Das ist grundsätzlich nicht schlecht. Doch dein Körper befindet sich heute möglicherweise in einer anderen Situation als damals.
Deshalb ist nicht nur entscheidend, welche Übungen du machst, sondern wie du sie an deine aktuelle Belastbarkeit anpasst.
1. Die Übung bleibt oft gleich. Die Dosierung verändert sich.
Nehmen wir die Kniebeuge. Du machst diese Bewegung, wenn du dich auf einen Stuhl setzt.
Ein Athlet nutzt sie im Krafttraining. Die Bewegung kann für beide sinnvoll sein, aber nicht in derselben Dosierung.
Bei Knieschmerzen beginnst du vielleicht mit fünf kontrollierten Kniebeugen zu einem Stuhl.
Eine andere Person macht drei Sätze mit 15 Wiederholungen und Zusatzgewicht.
Ein Athlet trainiert möglicherweise mit 100 Kilogramm.
Die Übung bleibt ähnlich, aber was sich verändert, sind Gewicht, Wiederholungen, Bewegungsumfang, Geschwindigkeit, Häufigkeit und Erholung.
Deshalb beantwortet die Frage „Welche Übung soll ich machen?“ nur einen Teil des Problems.
Die bessere Frage lautet: Wie viel Belastung verträgt dein Körper heute und wie solltest du sie steigern?
2. Prüfe zuerst, ob es wirklich dasselbe Problem ist.
Schmerzen an derselben Stelle haben nicht immer dieselbe Ursache. Frage dich deshalb: Hast du dein Training gesteigert, neue Schuhe getragen oder nach einer Pause wieder intensiv begonnen?
Achte auch darauf, wann der Schmerz auftritt und ob Schwellung, Instabilität oder Bewegungseinschränkungen dazukommen.
Fühlen sich die Beschwerden anders an oder nehmen sie zu, solltest du nicht einfach dein altes Übungsprogramm wiederholen, sondern das Problem erneut beurteilen lassen.
3. Gute Physiotherapie zeigt dir, wie du deinen Körper selbst managen kannst.
Erfolgreiche Physiotherapie bedeutet für mich nicht, dir 15 Übungen mitzugeben. Ich gebe dir lieber wenige Bewegungen, die du verstehst und wirklich anwenden kannst.
Wenn deine Schulter beim Hochheben deines Kindes oder beim Tragen einer Einkaufstasche schmerzt, brauchst du wahrscheinlich keine zehn komplizierten Übungen.
Wir finden heraus, welche Belastungen deine Beschwerden auslösen und was deine Schulter aktuell verträgt.
Danach passen wir Widerstand, Wiederholungen, Bewegungsumfang und Geschwindigkeit schrittweise an, bis sie wieder leisten kann, was du im Alltag brauchst.
Wenn du bereits viele Übungen kennst, aber nicht weisst, welche du aktuell wie oft machen solltest, brauchst du wahrscheinlich keine weitere Übung.
Du brauchst einen klaren Plan, der zu deiner Belastbarkeit und deinen Zielen passt.
Buche jetzt deinen Termin bei uns.
Sportliche Grüsse,
Frans