Coping mit Schmerzen: Warum Konsistenz wichtiger ist als Intensität (und warum 20-30 Minuten reichen können)

Schmerzen können richtig frustrierend sein. Sie beeinflussen deine Stimmung, deinen Schlaf und machen oft Dinge kompliziert, die früher selbstverständlich waren. Ich erlebe das jeden Tag mit meinen Patientinnen und Patienten.

Wahrscheinlich fragst du dich: „Wie werde ich das so schnell wie möglich wieder los?“

Die Illusion der „einen Wundermethode“

Es klingt verlockend nach der einen perfekten Übung zu suchen. Aber es gibt keine magische Übung, die alles sofort wieder gut macht. Was du stattdessen brauchst, ist Konsistenz.

Es geht darum, dass du dranbleibst und deinem Körper Stück für Stück hilfst, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Coping bedeutet, regelmässig für dich selbst da zu sein

Eine der wichtigsten Strategien, um mit Schmerzen besser umzugehen, ist, sich von der Idee einer schnellen Lösung zu verabschieden und stattdessen den Fokus darauf zu legen, was du wirklich beeinflussen kannst: deinem Körper regelmässig Bewegung und Aktivität zu geben.

Ich sage das meinen Patient/innen immer wieder: „Kraft und Stabilität aufzubauen braucht Zeit. Einmal pro Woche ist ein guter Start. Aber es braucht zwei bis drei Einheiten, jeweils 20 bis 30 Minuten für effiziente Fortschritte.“

Dabei ist es egal, ob es ein Überlastungsschmerz nach dem ersten Gartenarbeit Wochenende war oder eine ernstere Verletzung wie ein Bänderriss. 

Der Grundsatz bleibt der gleiche: Dein Körper reagiert auf das, was du regelmässig machst, nicht auf das, was du ab und zu tust.

Die 20-30 Minuten-Regel

Wenn du gerade Schmerzen hast, empfehle ich dir:

👉 Zwei- bis dreimal pro Woche für 20 bis 30 Minuten bewegen.

Das muss kein kompliziertes Fitnessprogramm sein. Es reichen einfache Übungen, die deinen Körper in Bewegung bringen und gezielt die betroffenen Bereiche stärken.

Starte mit Körpergewichtsübungen, Mobilisation und leichten Kräftigungen. Wenn du merkst, es wird besser, kannst du die Intensität langsam steigern.

Warum Intensität dich nicht rettet

Viele denken, „Wenn ich nur einmal richtig Gas gebe, dann wird das schon.“

Aber so funktioniert der Körper nicht. Muskeln, Sehnen oder Bänder. All das braucht Zeit, um sich an Belastung zu gewöhnen. Zu viel auf einmal kann die Situation verschlimmern, zu wenig hält dich in der Schmerzspirale.

Meine Coping-Tipps für dich

Wenn dir die Motivation fehlt:

  • Trag deine Bewegungseinheiten wie Termine im Kalender ein.

  • Fang klein an: 10 Minuten sind besser als nichts.

  • Notiere dir kleine Erfolge: weniger Schmerzen, besserer Schlaf, genug Wasser getrunken, weniger verspannt, mehr Energie, etc. 

Und wenn du merkst, dass du allein nicht so recht weiterkommst oder endlich einen klaren, auf dich abgestimmten Plan brauchst:

Buche jetzt deinen Termin bei uns.

Sportliche Grüsse,
Frans

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