Die besten Athleten ignorieren die Hitze nicht, sie passen ihr Training an

Bei Temperaturen von über 30 Grad in der Schweiz geht es momentan nicht nur dir so. Viele Fussballer, Rugbyspieler, Läufer, Athleten und Freizeitsportler kämpfen aktuell mit denselben Herausforderungen durch die Hitze.

Das Training fühlt sich plötzlich anstrengender an. Die Beine werden schneller schwer, du schwitzt deutlich mehr und selbst Einheiten oder andere Alltagsaktivitäten, die normalerweise leichtfallen, kosten plötzlich viel mehr Energie.

Liegt es wirklich nur an der Hitze, dass du schlechter performst?

1. Hitze ist nicht dein grösster Gegner. Fehlende Anpassung ist

Wenn wir diesen Sommer den Fussball auf höchstem Niveau verfolgen, sehen wir immer häufiger Trink- und Kühlpausen während der Spiele. Darüber wird viel diskutiert. Sind sie wirklich notwendig oder gehören sie inzwischen einfach zur Show?

Interessanterweise ist nicht allein die Temperatur entscheidend.

Oft spielt die Luftfeuchtigkeit eine noch grössere Rolle. In trockener Hitze kann unser Körper erstaunlich gut funktionieren. Kombiniert sich jedoch hohe Temperatur mit hoher Luftfeuchtigkeit, wird es deutlich schwieriger, den Körper effektiv herunterzukühlen.

Genau deshalb fühlt sich dieselbe Trainingseinheit an einem Tag völlig anders an als am nächsten. Der Fehler vieler Sportler ist, dass sie versuchen, genauso weiterzutrainieren wie immer.

Als Sportphysiotherapeut möchte ich jedoch nicht, dass meine Kunden bei Hitze komplett aufhören zu trainieren. Ich möchte, dass du lernst, dein Training anzupassen.

Mein Tipp: Trainiere an heissen Tagen früh morgens oder am Abend, lege mehr Pausen ein, trinke regelmässig Wasser und höre auf deinen Körper.

2. In der Rehabilitation trainieren wir weiter, wir verändern nur die Belastung

Wenn unsere Kunden während einer Hitzewelle bei uns in der Rehabilitation sind, stoppen wir das Training nicht, sondern passen die Belastung an.

Die Intensität wird reduziert, zwischen den Übungen planen wir bewusst mehr Erholung ein und wir achten stärker auf Flüssigkeitszufuhr sowie Kühlung.

Manchmal dauert eine Trainingseinheit etwas kürzer, aber die Qualität der Bewegung bleibt gleich hoch.

Das Ziel ist es Fortschritte zu erzielen, ohne den Körper unnötig zu überfordern.

Nach einer Verletzung arbeitet dein Körper bereits intensiv daran, Gewebe zu reparieren. Kommt jetzt zusätzlich grosse Hitze dazu, steigt die Gesamtbelastung noch einmal deutlich an.

Viele Menschen glauben, weniger Belastung bedeute automatisch weniger Fortschritt.

Aber eine intelligente Belastungssteuerung führt häufig zu einer schnelleren und nachhaltigeren Rehabilitation.

Mein Tipp: Behalte deine Übungen bei, reduziere aber Tempo oder Trainingsvolumen. So erhältst du den Trainingsreiz und gibst deinem Körper gleichzeitig die Möglichkeit, mit der zusätzlichen Belastung durch die Hitze umzugehen.

3. Fitness bedeutet nicht nur Leistung, Fitness bedeutet langfristige Belastbarkeit

Die Menschen, die mit extremer Hitze am besten umgehen können, sind meistens diejenigen, die bereits vor ihrer Verletzung körperlich fit waren.

Das bedeutet nicht, dass sie weniger schwitzen oder dass sie sich nicht müde fühlen.

Aber ihr Körper kann mit dieser zusätzlichen Belastung deutlich besser umgehen.

Dasselbe gilt übrigens auch für den Winter, für Stressphasen oder für Erkrankungen.

Fitness bedeutet nicht nur, schneller zu laufen oder schwerere Gewichte zu bewegen, sondern genügend Reserven aufzubauen, damit dein Körper auch dann leistungsfähig bleibt, wenn die Bedingungen schwieriger werden.

Deshalb empfehle ich jedem Patienten, egal ob Spitzensportler oder Freizeitsportler, frühzeitig in Kraft, Ausdauer und allgemeine Fitness zu investieren.

Belastbarkeit entsteht nicht erst dann, wenn sie gebraucht wird, sondern wird lange vorher aufgebaut.

Mein Tipp: Trainiere nicht nur für deine nächste sportliche Leistung. Trainiere für alles, was das Leben dir irgendwann abverlangt, sei es für Verletzungen, Stress, Kälte oder eben grosse Hitze. Langfristig braucht es Veränderungen im Lebensstil. Dabei können kleine Gewohnheiten helfen wie z. B. 20 Minuten Bewegung pro Tag oder Ernährungsumstellung.

Fazit

Das Wetter kannst du nicht kontrollieren, aber deine Vorbereitung schon.

Ob du dich gerade auf dein nächstes Fussballspiel, Rugbytraining, deinen Marathon oder einfach auf eine schmerzfreie Rückkehr in deinen Alltag vorbereitest, Physiotherapie kann dir dabei helfen mehr Kapazität aufzubauen für bessere Leistung.

Wenn du aktuell mit einer Verletzung kämpfst, unsicher bist, wie du dein Training bei diesen Temperaturen anpassen sollst oder Unterstützung auf deinem Weg zurück zum Sport möchtest, begleiten wir dich gerne.

Buche jetzt deinen Termin bei uns.

Sportliche Grüsse,
Frans

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